Tanzend ins hohe Alter

Tanzend ins hohe Alter

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die uns aufgrund der ausgezeichneten medizinischen Versorgung, ein langes Leben in Aussicht stellen kann. Ein hohes Alter ist mittlerweile zum Standard geworden und keine Ausnahme mehr. Damit das auch wirklich klappt, sollte man ab einem gewissen Lebensalter allerdings einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Eine gesunde Ernährung, Gehirnjogging, die Neugier auf Neues und regelmäßige Bewegung sind eine gute Voraussetzung, um fit ins Alter zu kommen. Das Tanzen fördert nicht nur die sozialen Kontakte, sondern bietet auch eine gute Möglichkeit ohne große Anstrengung körperlich und geistig fit zu bleiben.

Geistig fit bleiben

Was sich auf den ersten Blick vielleicht nicht gleich erschließt, ist jedoch Realität. Tanzen hält geistig fit. Woran das liegt? Ganz einfach, körperliche Fitness alleine reicht nicht, um die manchmal schwierigen Tanzschritte erfolgreich zu tanzen. Um sich die Schrittfolgen zu merken, ist auch etwas Übung notwendig. Doch diese lohnt sich, das haben Experten längst herausgefunden. Die mentale Herausforderung bei Tanzen trainiert auch das Gehirn. Das sagt Prof. Ingo Froböse, Leiter des Instituts für Bewegungstherapie an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Laut den letzten Studien reicht dabei schon ein halbjähriger Tanzkurs aus. Er hilft den älteren Teilnehmern ihre geistige Flexibilität und ihre Aufmerksamkeit zu verbessern. Dadurch steigt die Leistungskraft des Gehirns an, das Risiko an Demenz zu erkranken sinkt. Das Tanzen trainiert darüber hinaus auch noch den Gleichgewichtssinn. Gerade dieser kann im Alter nachlassen und so schnell gefährliche Stürze provozieren. Deshalb sind Tänze, wie der Salsa, der Wiener Walzer und andere perfekt für Senioren geeignet. Als wäre das noch nicht genug, steigert das Tanzen auch noch die Ausschüttung der Glückshormone. Wer sich gut fühlt, wird daher auch eher motiviert sein, sein Leben aktiv zu gestalten.

So gibt man der Einsamkeit keine Chance

Damit wird Tanzen zum gesunden Sport für Jung und Alt. Er hält Geist und Körper fit und sorgt zudem noch für regen gesellschaftlichen Austausch. So hat die Einsamkeit, der Senioren in unserer Leistungsgesellschaft oft unterliegen, keine Chance mehr. Viel mehr kann man sich von einer körperlichen Betätigung eigentlich gar nicht wünschen. Tanzen tut auch dem Geist gut. Die Bewegung zu gefälliger Musik baut Stress ab und macht glücklich.

So gibt man der Einsamkeit keine Chance
So gibt man der Einsamkeit keine Chance

Nicht zu vergessen sind dabei natürlich die Auswirkungen auf körperliche Gebrechen. Herz- und Kreislauferkrankungen können dabei ebenso Linderung finden, wie Menschen, die unter Rücken- oder Gelenkproblemen leiden. Selbstverständlich sollte man, bevor man seine große Tanzkarriere in der Rente startet, zuvor einen Arzt aufsuchen. Er kann am besten beurteilen, ob die körperliche Belastung für die jeweilige Krankheit geeignet ist, Besserung zu erzielen. Wie bei jedem Sport ist das vorherige Aufwärmen essenziell, um Verletzungen vorzubeugen.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich ein Programm von zumindest einer Stunde pro Woche vornehmen. Dabei gilt natürlich auch das Motto: Nicht übertreiben! Als Ergänzung zum neuen Fitnessprogramm Tanzen bieten sich Fahrradfahren, Schwimmen oder lange Spaziergänge an. So baut man sich eine Grundfitness auf, die einem auch beim Tanzen zugutekommen wird. Leistungsdruck hat beim Tanzen für Senioren nichts verloren, hier sollte der Spaß an der Bewegung im Vordergrund stehen.